Er­wach­sene Kinder Selbst­hilfe­gruppe 1

Wenn Vater oder Mutter psychisch erkrankt ist

Was uns verbindet

  • Wenn wir erwachsene Kinder plötzlich zu den Eltern unserer Eltern werden…
  • Wenn wir das richtige Maß an Nähe und Distanz zu unserem erkrankten Elternteil suchen …
  • Wenn wir zusehen müssen, wie ein Elternteil in die Krise gerät und wir nichts tun können …
  • Wenn wir zeitlebens Erfahrungen mit psychischer Erkrankung in unserer Familie gemacht haben …
  • Wenn wir von der Erkrankung unserer Eltern in unserem eigenen Leben schwer beeinträchtigt werden …

… fühlen wir uns oft hilflos, wütend, traurig, enttäuscht, allein gelassen!

Für wen wir da sind

Egal ob die Erkrankung bereits seit früher Kindheit miterlebt wurde oder erst später aufgetreten ist – wir sind für erwachsene Kinder jeden Alters da, die unter der Wesensveränderung eines psychisch erkrankten Elternteils leiden.

Bei uns spielt es keine Rolle, ob der erkrankte Vater oder die erkrankte Mutter eine eindeutige Diagnose hat, sich in Therapie befindet oder keinerlei Krankheitseinsicht besitzt. Denn als erwachsene Kinder sind wir immer mitbetroffen und müssen lernen, uns mit der Situation zu arrangieren, Verantwortung mit zu übernehmen oder uns deutlich abzugrenzen und unser eigenes Leben zu leben.

Unsere Selbsthilfegruppe

Unsere Gruppenmitglieder stärken sich gegenseitig den Rücken, wir teilen unsere Erfahrungen und bieten Vorschläge zum hilfreichen Umgang mit dem betroffenen Elternteil. Wir unterstützen uns mit praktischen Hinweisen und konstruktiven Rückmeldungen.

Unsere Treffen bieten Zeit und Raum für alle Emotionen und Erlebnisse, die für manche Außenstehende nicht immer nachvollziehbar sind.

Wir bewerten nicht, kein Schicksal ist besser oder schlechter als ein anderes, niemand hat eine Pauschallösung für alle. In unserer Gruppe kann sich jeder soweit öffnen, wie es sich gut anfühlt.

Unser wichtigstes Anliegen: Nur wer auf sich selbst und auf sein eigenes Lebensglück achtet, kann sich auch um andere kümmern.

Worüber wir sprechen

Bei unseren Treffen geht es u.a. um folgende Themen:

  • Wie wirkt sich die Krankheit meines Elternteils auf meinen eigenen Lebensweg und meine eigene Gesundheit aus?
  • Wie passen wir auf uns selbst auf?
  • Wie können wir die psychische Erkrankung des Elternteils besser verstehen?
  • Wie können wir uns von unseren Erkrankten abgrenzen, wenn uns alles zu viel wird?
  • Wie gehen wir mit akuten Krisen, z.B. mit Suizidankündigungen oder Wahnvorstellungen unseres erkrankten Elternteils, um?
  • Wie gehen wir mit dem Gefühl der Verantwortung für die erkrankte Mutter oder den erkrankten Vater um, vor allem wenn diese alleine leben?
  • Wie funktioniert eine rechtliche Betreuung, wie sind die Erfahrungen anderer, was ist zu beachten, wenn ich selbst diese Betreuung übernehmen möchte?
  • Wie wirkt sich die Erkrankung auf die gesamte Familie aus und wie erhalten wir eine gesunde Beziehung zueinander aufrecht?

Ablauf

Wir treffen uns einmal im Monat, am ersten Mittwoch, von 19-21 Uhr. Die Runde besteht in der Regel aus 8 bis max. 15 Personen, die Mitglieder sind zwischen 20 und 50+ Jahre alt. Zu Beginn des Treffens gibt es eine kurze Vorstellungsrunde, im Anschluss findet ein offener Austausch zu aktuellen Themen und Fragen statt, die von einem Mitglied der Gruppe moderiert wird.

Wir sprechen über so persönliche Dinge, dass wir uns alle gegenseitig duzen.

Manchmal laden wir externe Experten zu Themen ein, die uns besonders bewegen. Diese Schwerpunkt-Abende werden in der Gruppe geplant und per Mail angekündigt.

Teilnahme

Du bist an unserer Gruppe interessiert? Dann melde Dich bitte per Mail bei unserer Gruppenleitung, am besten mit einer kurzen Beschreibung Deiner aktuellen Situation als Angehörige oder Angehöriger: kinder1@apk-muenchen.de

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Die nächsten Termine

Mittwoch, 02.01.2019 | 19:00 - 21:00 Uhr
Mittwoch, 06.02.2019 | 19:00 - 21:00 Uhr
Mittwoch, 06.03.2019 | 19:00 - 21:00 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung

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Unsere Selbsthilfegruppen werden gefördert durch die gesetzlichen Krankenkassen und deren Verbände in Bayern.