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Angehörige für Studie gesucht: Wie können Zwangsmaßnahmen verhindert werden?

Eine Studie der Universität Hamburg (UHH) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) mit Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit

Zur Teilnahme werden gesucht: Angehörige psychisch Erkrankter, die in einem anonymen Online-Fragebogen bewerten, wie Zwangsmaßnahmen womöglich verhindert werden könnten und Auskunft darüber geben möchten, wie die Behandlung ihres erkrankten Angehörigen vor der zuletzt erlebten Zwangsmaßnahme verlief.

"Im Zuge einiger psychischer Erkrankungen kann es zu zugespitzten Krisensituationen und infolgedessen zu psychiatrischen Zwangsmaßnahmen kommen. Hierzu zählen Zwangseinweisung, Zwangsmedikation, Isolierung, Fixierung oder Festhalten. Rechtlich sind solche Zwangsmaßnahmen nur als „letztes Mittel“ erlaubt, wenn im Vorfeld alle potentiell hilfreichen Maßnahmen zur Abwehr einer bestehenden Gefahr versucht worden sind. Jedoch ist bisher zu wenig erforscht, welche Angebote hilfreich sind, um Krisensituationen zu deeskalieren, oder sie gar nicht erst entstehen zu lassen.

Da ein Teil der potentiell hilfreichen Angebote Angehörige betrifft, kann ihre Perspektive helfen, die psychiatrische Praxis zu verbessern. Im Rahmen des BMG-geförderten Forschungsverbundes „Vermeidung von Zwangsmaßnahmen im psychiatrischen Hilfesystem” (ZVP) führen wir daher eine Befragung von Angehörigen, sowie Freund/innen, Partner/innen und engen Vertrauten von Menschen mit psychischen Erkrankungen durch.

In der Befragung werden Ihnen verschiedene (Behandlungs-) Angebote und Maßnahmen präsentiert, deren Umsetzung Zwangsmaßnahmen möglicherweise verhindern könnten. Wir möchten von Ihnen erfahren, für wie nützlich Sie die einzelnen Angebote und Maßnahmen generell einschätzen. Danach erfragen wir, was Ihr/e Angehörige/r in Anspruch genommen hat und wie Sie in die Behandlung miteinbezogen worden sind."

Die Befragung dauert etwa 30 Minuten. Für Ihre Unterstützung danken herzlich:

Studienleiterin: Miriam Peetz (UHH); Projektleitung: Kolja Heumann (UKE), Prof. Dr. Tania Lincoln (UHH)

Teilnahmebedingungen:

Bitte beantworten Sie den Fragebogen nur, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt sind, in Deutschland leben und Sie eine/n psychisch erkrankte/n Angehörige/n, Freund/in, Partner/in oder enge/n Vertraute/n haben, der/die innerhalb des letzten Jahres vor oder während eines stationären Aufenthalts auf eine der folgenden Arten Zwang erlebt hat:

▪ Einweisung in eine psychiatrische Klinik gegen den Willen,

▪ Medikation gegen den Willen,

▪ Fixierung/Festbinden an ein Krankenhausbett oder Festhalten, oder

▪ Isolierung in einem separaten, abgeschlossenen Raum.

Weitere Informationen und die Studie finden Sie hier https://ww3.unipark.de/uc/Angehoerigenbefragung/ 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Miriam Peetz unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mit freundlicher Unterstützung

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Unsere Selbsthilfegruppen werden gefördert durch die gesetzlichen Krankenkassen und deren Verbände in Bayern.